
Zusammenfassend:
- Der „Cakey“-Effekt entsteht nicht durch das Produkt, sondern durch die falsche Applikationstechnik und mangelnde Schichtenkontrolle.
- Behandeln Sie jede Gesichtszone strategisch anders: Mattieren Sie die T-Zone stärker, die Wangen hingegen nur minimal.
- Die richtige Reihenfolge ist entscheidend: Tupfen Sie überschüssiges Öl mit Blotting Paper ab, bevor Sie nachpudern, um eine Schichtenbildung zu verhindern.
- Kombinieren Sie Puder und Fixierspray (Sandwich-Technik) für maximale Haltbarkeit, besonders bei Hitze.
Jeder kennt diesen Moment: Man verlässt das Haus mit einem makellosen Teint und wenige Stunden später offenbart der Blick in den Spiegel die unschöne Wahrheit. Der Puder hat sich in jeder kleinen Lachfalte abgesetzt, die Foundation wirkt maskenhaft und das gesamte Gesicht sieht aus wie eine trockene, bröckelige Landschaft. Das ist der gefürchtete „Cakey“-Effekt. Die meisten Ratgeber empfehlen dann reflexartig eine bessere Feuchtigkeitspflege oder einen neuen Primer. Das sind zwar wichtige Grundlagen, aber sie lösen nicht das Kernproblem.
Die wahre Ursache liegt selten im Produkt selbst, sondern in der Art und Weise, wie wir es verwenden. Als Backstage-Visagist bei unzähligen Fotoshootings und Modenschauen habe ich gelernt, dass die Vermeidung des Cakey-Effekts weniger mit Magie als mit Physik zu tun hat. Es geht um Materiekontrolle: die präzise Steuerung von Produktmenge, Applikationsdruck und Schichtung. Es geht darum, das Gesicht nicht als eine einzige Leinwand zu sehen, sondern als eine Landschaft mit unterschiedlichen Bedürfnissen.
Vergessen Sie also die Idee, das eine Wundermittel zu finden. Die Lösung liegt in der Technik. Dieser Artikel führt Sie durch die professionellen Methoden, die hinter den Kulissen angewendet werden. Wir analysieren die physikalischen Eigenschaften von Puder, die strategische Anwendung auf verschiedenen Gesichtszonen und die Tricks, die auch bei 30 Grad Sommerhitze in Deutschland oder im grellen Blitzlichtgewitter für ein perfektes Finish sorgen.
Dieser Leitfaden ist in präzise Abschnitte unterteilt, die jeweils eine spezifische Herausforderung des Make-up-Finishs angehen. Vom richtigen Puder für die Augenpartie über die Geheimnisse der Haltbarkeit bis hin zu professionellen Tricks für Haare und Augen – hier finden Sie alle Antworten an einem Ort.
Inhalt: Wie Sie den „Cakey“-Effekt professionell meistern
- Lose oder gepresst: Welcher Puder eignet sich besser für das „Baking“ unter den Augen?
- Warum sehen Sie auf Blitzfotos weiss aus und welcher Inhaltsstoff ist schuld?
- T-Zone vs. Wangen: Warum Sie niemals das ganze Gesicht gleich stark abpudern sollten
- Spray oder Puder: Was hält bei 30 Grad Sommerhitze in Deutschland besser?
- Wie nutzen Sie Blotting Paper vor dem Nachpudern, um Schichtenbildung zu vermeiden?
- Flexibler Halt oder Beton: Welches Haarspray passt zu offenen Wellen?
- Wie sprühen Sie Duft ins Haar, damit er 12 Stunden hält ohne zu verkleben?
- Wie öffnen Sie den Blick bei Schlupflidern für einen wachen, bezaubernden Augenaufschlag?
Lose oder gepresst: Welcher Puder eignet sich besser für das „Baking“ unter den Augen?
Die Wahl zwischen losem und gepresstem Puder ist eine der grundlegendsten Entscheidungen für ein langanhaltendes Make-up. Für die anspruchsvolle Technik des „Bakings“ unter den Augen, die ein Absetzen in feinen Linien verhindern soll, ist die Antwort eindeutig. Loser Puder ist aufgrund seiner feineren Partikelstruktur die professionelle Wahl. Er verschmilzt besser mit flüssigen Produkten wie Concealer, ohne eine schwere, sichtbare Schicht zu bilden. In Deutschland, wo laut einer Studie täglich rund 7,27 Millionen Frauen Make-up oder Puder verwenden, ist die richtige Technik entscheidend für ein alltagstaugliches Ergebnis.
Gepresster Puder enthält Bindemittel, die ihn in Form halten, was ihn ideal für schnelle Touch-ups unterwegs macht. Unter den Augen können diese Bindemittel jedoch die Textur betonen und zu einem „crepigen“ Aussehen führen. Loser Puder hingegen legt sich wie ein hauchfeiner Schleier auf die Haut und fixiert den Concealer, indem er überschüssige Öle aufsaugt, ohne dabei selbst Masse aufzubauen. Für das perfekte „Baking“ ist ein transparenter, loser Puder ohne Farbpigmente die beste Wahl, da er den Farbton des Concealers nicht verändert.
Die Anwendung ist hierbei ebenso wichtig wie das Produkt. Anstatt den Puder aufzuwischen, sollte er sanft auf die noch leicht feuchte Concealer-Schicht gedrückt werden. Dies schafft eine nahtlose Verbindung zwischen den cremigen und pudrigen Texturen und sorgt für maximale Haltbarkeit. Der folgende Plan zeigt die professionelle Vorgehensweise.
Die 4-Schritte-Methode für perfektes Under-Eye-Baking
- Concealer auftragen: Tragen Sie Concealer grosszügig in Form eines umgekehrten Dreiecks unter den Augen auf, um den Bereich aufzuhellen und zu grundieren.
- Erste Puderschicht: Geben Sie mit einem flauschigen Lidschattenpinsel eine dünne Schicht transparenten, losen Puder auf die Concealer-Partien, um ihn zu fixieren.
- Baking-Schicht: Drücken Sie mit einem leicht angefeuchteten Keilschwamm eine grosszügige Menge des losen Puders auf die gleiche Stelle. Lassen Sie ihn für 5-10 Minuten „backen“. Die Körperwärme hilft, Puder und Concealer zu verschmelzen.
- Überschuss entfernen: Fegen Sie den überschüssigen Puder sanft mit einem grossen, flauschigen Pinsel weg und verblenden Sie die Übergänge sorgfältig.
Durch diese präzise Methode stellen Sie sicher, dass der Puder fixiert und nicht nur aufliegt – der Schlüssel zu einem glatten Finish, das den ganzen Tag hält.
Warum sehen Sie auf Blitzfotos weiss aus und welcher Inhaltsstoff ist schuld?
Der gefürchtete „Flashback“ – ein gespenstisch weisser Schimmer im Gesicht auf Blitzlichtfotos – wird durch lichtreflektierende Partikel in Make-up-Produkten verursacht. Der Hauptverantwortliche ist oft Silica (Kieselsäure), insbesondere in HD-Pudern, die für ihre weichzeichnenden Eigenschaften geschätzt werden. Aber auch andere mineralische Inhaltsstoffe können diesen Effekt hervorrufen. Eine Analyse zeigt, dass Zinkoxid und Titandioxid, die in vielen mineralischen SPFs enthalten sind, auf Fotos ebenfalls einen unerwünschten weissen Schimmer erzeugen können. Diese Inhaltsstoffe sind physische Blocker, die UV-Strahlen wie winzige Spiegel reflektieren – und genau das tun sie auch mit dem harten Licht eines Kamerablitzes.
Dieser Effekt ist reine Physik. Die Partikel sind so konzipiert, dass sie das Licht streuen, um Poren und feine Linien optisch zu minimieren. Unter normalem Tageslicht funktioniert das perfekt. Ein harter, gerichteter Blitz wird jedoch direkt zurück in die Kameralinse geworfen, was zu dem kreidigen, weissen Erscheinungsbild führt. Das Problem ist nicht der Puder an sich, sondern seine Reaktion auf eine bestimmte Art von Licht.

Wie Sie auf der Abbildung sehen können, ist der Effekt je nach Produktformulierung unterschiedlich stark ausgeprägt. Ein einfacher Test kann Sie vor bösen Überraschungen bewahren: Tragen Sie Ihr Make-up wie gewohnt auf und machen Sie ein Foto von sich mit Blitz in einem abgedunkelten Raum. Das Display Ihrer Kamera lügt nicht. Wenn ein weisser Schleier sichtbar ist, ist Ihr Produkt wahrscheinlich nicht für Blitzlichtfotografie geeignet. Für wichtige Anlässe mit Fotografen sollten Sie auf Produkte mit hohem Silica-Anteil oder mineralischem LSF verzichten und stattdessen zu Formulierungen greifen, die explizit als „photo-friendly“ oder „no flashback“ gekennzeichnet sind.
Achten Sie auf die Konzentration dieser Inhaltsstoffe. Stehen sie am Anfang der Liste, ist die Wahrscheinlichkeit eines Flashbacks deutlich höher.
T-Zone vs. Wangen: Warum Sie niemals das ganze Gesicht gleich stark abpudern sollten
Einer der grössten Fehler, der unweigerlich zu einem maskenhaften Aussehen führt, ist das gleichmässige Abpudern des gesamten Gesichts. Unser Gesicht ist keine einheitliche Fläche; es hat unterschiedliche Zonen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Die T-Zone (Stirn, Nase, Kinn) besitzt eine höhere Dichte an Talgdrüsen und neigt daher dazu, schneller zu glänzen. Die Wangenpartie hingegen ist oft trockener und benötigt weniger bis gar keinen Puder. Eine strategische Differenzierung ist der Schlüssel zu einem natürlichen Finish.
Ein Übermass an Puder auf den Wangen lässt die Haut nicht nur trocken und stumpf aussehen, sondern betont auch feine Linien und Poren, anstatt sie zu kaschieren. Der Puder saugt die wenigen natürlichen Öle auf und hinterlässt eine leblose Oberfläche. Die professionelle Herangehensweise besteht darin, Puder gezielt und nur dort einzusetzen, wo er wirklich benötigt wird: zur Kontrolle von Glanz. Für alle anderen Bereiche reicht oft die Fixierkraft der Foundation allein aus, oder es wird nur ein Hauch von Puder zum Verblenden verwendet.
Die folgende Tabelle fasst die professionellen Techniken für die verschiedenen Gesichtszonen zusammen, basierend auf einer Analyse bewährter Anwendungsmethoden. Die Wahl des Werkzeugs und die Bewegung sind dabei genauso wichtig wie die Produktmenge.
| Zone | Pudertechnik | Produktmenge | Werkzeug |
|---|---|---|---|
| T-Zone | Pressende Bewegungen | Moderat | Puderquaste |
| Wangen | Leichte Streichbewegungen | Minimal | Grosser fluffiger Pinsel |
| Augenpartie | Sanftes Tupfen | Sehr wenig | Kleiner Präzisionspinsel |
| Kinn/Hals | Verblenden nach unten | Sparsam | Kabuki-Pinsel |
Denken Sie daran: Puder ist ein Werkzeug zur Mattierung und Fixierung, kein flächendeckender Anstrich. Weniger ist fast immer mehr, solange es an der richtigen Stelle platziert wird.
Spray oder Puder: Was hält bei 30 Grad Sommerhitze in Deutschland besser?
Die Frage, ob Puder oder Fixierspray bei schwüler Sommerhitze die bessere Wahl ist, führt oft zu Debatten. Die professionelle Antwort lautet: Weder noch. Die wirksamste Methode ist die Kombination beider Produkte in einer bestimmten Reihenfolge, bekannt als die „Sandwich-Technik“. Bei hohen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit, wie sie in deutschen Sommern immer häufiger vorkommen, reicht eine einzelne Fixierschicht oft nicht aus. Die Haut produziert mehr Schweiss und Talg, was jede Make-up-Schicht von unten aufweicht.
Puder allein absorbiert zwar Öl, kann aber bei Schweiss schnell fleckig werden oder eine pastöse Masse bilden. Spray allein versiegelt zwar die Oberfläche, kann aber die darunterliegende Ölproduktion nicht kontrollieren. Die Sandwich-Technik nutzt die Stärken beider Produkte, um eine widerstandsfähige, aber flexible Barriere zu schaffen. Angesichts der Tatsache, dass fast 70 Prozent der deutschen Frauen Gesichts-Make-up besitzen, ist eine hitzebeständige Routine für viele relevant.
Diese Methode des Schichtmanagements sorgt dafür, dass jede Lage des Make-ups – von der Foundation bis zum Finish – in sich verankert ist. Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Haltbarkeit, ohne dass das Make-up schwer oder maskenhaft wirkt. Die folgende Checkliste dient als genauer Fahrplan für diese Profi-Technik.
Ihr Aktionsplan: Die Sandwich-Technik für hitzebeständiges Make-up
- Basisschicht schaffen: Tragen Sie nach Ihrer Hautpflege einen Primer auf, um eine glatte und haftende Grundlage zu schaffen.
- Foundation einarbeiten: Arbeiten Sie Ihre Foundation sorgfältig mit einem Pinsel oder Schwämmchen in die Haut ein.
- Erste Fixierung (Puder): Applizieren Sie eine dünne Schicht Setting-Puder gezielt auf die T-Zone und andere Bereiche, die zum Glänzen neigen.
- Verschmelzen (Spray): Sprühen Sie ein Fixierspray aus etwa 20 cm Entfernung gleichmässig über das Gesicht, um die Puder- und Foundationschicht miteinander zu verschmelzen.
- Finale Mattierung (optional): Nachdem das Spray vollständig getrocknet ist, können Sie bei Bedarf nochmals minimal mit einem Pinsel über die glänzendsten Stellen nachpudern.
- Versiegelung (Spray): Eine letzte, feine Schicht des Fixiersprays schliesst alles ein und sorgt für maximale Haltbarkeit und ein frisches Finish.
So vorbereitet, widersteht Ihr Make-up nicht nur der Hitze, sondern sieht auch nach Stunden noch aus wie frisch aufgetragen.
Wie nutzen Sie Blotting Paper vor dem Nachpudern, um Schichtenbildung zu vermeiden?
Im Laufe des Tages nachzupudern, ist oft ein fataler Fehler. Wenn man frischen Puder direkt auf eine glänzende Haut aufträgt, vermischt sich das Puder mit dem Talg und dem alten Make-up zu einer dicken, pastösen Schicht. Das Ergebnis ist der klassische Cakey-Effekt in Reinform. Die professionelle Lösung ist ein einfacher, aber entscheidender Zwischenschritt: die Verwendung von Blotting Paper. Seine Aufgabe ist es, überschüssiges Öl und Schweiss sanft von der Hautoberfläche zu entfernen, ohne das darunterliegende Make-up zu stören.
Stellen Sie es sich wie einen Koch vor, der überschüssiges Fett aus einer Pfanne tupft, bevor er eine neue Zutat hinzufügt. Indem Sie zuerst das Öl entfernen, schaffen Sie eine saubere, trockene Oberfläche. Erst dann kann eine hauchdünne Schicht Puder ihre Arbeit effektiv verrichten: mattieren und fixieren, anstatt eine weitere Schicht aufzubauen. Die „Press-and-Roll“-Technik ist hierbei besonders effektiv: Das Papier wird sanft auf die glänzenden Stellen gedrückt und leicht abgerollt, anstatt zu reiben. Dies hebt das Öl an, ohne die Foundation zu verschieben.
Einige Produkte kombinieren diesen Schritt sogar. Wie eine Analyse zeigt, gibt es Blotting Papers, die bereits leicht gepudert sind – eine clevere 2-in-1-Lösung für unterwegs. Diese Technik verhindert den Aufbau alter Puderschichten und sorgt dafür, dass das Make-up den ganzen Tag frisch und nicht maskenhaft wirkt. Als Notlösung eignen sich auch ungefärbte Kaffeefilter aus dem deutschen Supermarkt oder die unbedruckte Seite eines sauberen Kassenbons hervorragend, um Öl zu absorbieren.
Dieser einfache Handgriff ist der Unterschied zwischen einem schnellen Touch-up und einer Make-up-Katastrophe. Er bewahrt die Leichtigkeit Ihres Teints und sorgt für ein professionelles Finish von morgens bis abends.
Flexibler Halt oder Beton: Welches Haarspray passt zu offenen Wellen?
Die Prinzipien der Materiekontrolle gelten nicht nur für das Gesicht. Eine Analogie aus dem Haarstyling verdeutlicht perfekt, was beim Make-up oft falsch läuft. Offene, lebendige Wellen benötigen ein Haarspray, das flexiblen Halt bietet – es soll die Form unterstützen, ohne die Bewegung einzufrieren. Ein zu starkes Spray mit hohem Harzanteil verwandelt die Locken in einen starren Helm. Genau das Gleiche passiert, wenn man zu viel oder den falschen Puder im Gesicht verwendet: Man erhält einen „Make-up-Helm“ anstelle eines lebendigen, atmungsaktiven Finishs.
Der deutsche Markt bietet eine breite Palette an Produkten mit unterschiedlichen Haltegraden, die auf verschiedenen Polymertechnologien basieren. Einige, wie die von Wella, setzen auf flexible Polymere, die dem Haar erlauben, sich natürlich zu bewegen. Andere, wie die von Goldwell, verwenden stärkere Harz-Polymer-Kombinationen für maximalen, starren Halt.
Die Wahl des richtigen Produkts hängt vom gewünschten Ergebnis ab – genau wie beim Puder. Wollen Sie Glanz kontrollieren (flexibler Halt) oder Ihr Gesicht für eine Bühnenperformance „betonieren“ (starker Halt)? Für den Alltag ist Flexibilität immer die bessere Wahl. Der Cakey-Effekt ist oft nichts anderes als ein zu stark fixiertes Make-up, das mit der natürlichen Mimik des Gesichts bricht.
| Marke | Hauptinhaltsstoff | Halt-Typ | Preis-Segment |
|---|---|---|---|
| Wella | Polymere | Flexibel | Mittel |
| Schwarzkopf | Memory-Polymere | Flexibel-Stark | Mittel |
| Goldwell | Harze + Polymere | Stark | Premium |
Suchen Sie nach Produkten, die „flexiblen Halt“, „leichte Textur“ oder „unsichtbares Finish“ versprechen. Diese Formulierungen enthalten in der Regel feinere Partikel und weniger Bindemittel, was ein natürlicheres Ergebnis gewährleistet.
Wie sprühen Sie Duft ins Haar, damit er 12 Stunden hält ohne zu verkleben?
Ein vollständiger Look spricht alle Sinne an. Als ultimative Profi-Technik, die weit über das Visuelle hinausgeht, gilt das subtile Parfümieren der Haare. Direktes Aufsprühen von herkömmlichem Parfum ist jedoch tabu: Der hohe Alkoholgehalt trocknet das Haar massiv aus und kann es brüchig machen. Zudem ist die Duftverteilung ungleichmässig und oft überwältigend. Die professionelle Methode sorgt für einen langanhaltenden, dezenten Duftschleier, der sich mit jeder Bewegung freisetzt, ohne die Haarstruktur anzugreifen.
Diese Technik, die wir die „Duft-Anker-Technik“ nennen, verwendet ein Werkzeug als Träger: eine Haarbürste, idealerweise aus Naturborsten. Die Borsten nehmen den Duft auf und verteilen ihn beim Bürsten gleichmässig vom Ansatz bis in die Spitzen. Dadurch wird der Duft mechanisch ins Haar eingearbeitet, anstatt nur oberflächlich aufzuliegen. Dies sorgt für eine deutlich längere Haltbarkeit und verhindert das klebrige Gefühl, das durch das direkte Besprühen entsteht.
Für diese Methode eignen sich spezielle Haarparfums, die weniger Alkohol und oft pflegende Inhaltsstoffe enthalten. Alternativ kann auch Ihr Lieblingsduft verwendet werden, solange er auf die Bürste und nicht direkt ins Haar gesprüht wird. Bei besonders kalkhaltigem Wasser, das das Haar spröde machen kann, ist die Kombination mit einem pflegenden Haarserum vorab empfehlenswert, um die Haaroberfläche zu glätten und den Duft noch besser zu verankern.
Plan d’action: Die Duft-Anker-Technik für langhaltenden Haarduft
- Bürste vorbereiten: Halten Sie eine saubere Haarbürste aus Naturborsten bereit.
- Duft aufsprühen: Sprühen Sie Ihr Haarparfum oder Ihren Lieblingsduft aus etwa 20 cm Entfernung auf die Borsten der Bürste.
- Duft verteilen: Drehen Sie die Bürste mehrmals, um sicherzustellen, dass der Duft sich gleichmässig auf den Borsten verteilt.
- Durchbürsten: Bürsten Sie Ihr trockenes Haar gründlich vom Ansatz bis in die Spitzen durch.
- Zusatzpflege (optional): Bei sehr trockenem Haar oder kalkhaltigem Wasser können Sie vor dem Bürsten ein paar Tropfen pflegendes Haarserum in den Längen verteilen.
Es ist diese Art von durchdachtem Detail, das die Arbeit eines Profis auszeichnet.
Das Wichtigste in Kürze
- Technik vor Produkt: Der Cakey-Effekt ist primär ein Anwendungsfehler. Die richtige Technik (pressen statt wischen, zonenweise arbeiten) ist wichtiger als das teuerste Produkt.
- Strategische Differenzierung: Behandeln Sie Ihr Gesicht nicht als eine Fläche. Mattieren Sie die ölige T-Zone gezielt und lassen Sie die trockeneren Wangen atmen, um ein lebendiges Finish zu bewahren.
- Management statt Akkumulation: Entfernen Sie immer zuerst überschüssiges Öl mit Blotting Paper, bevor Sie nachpudern. Dies verhindert den Aufbau dicker Schichten und erhält die Frische des Make-ups.
Wie öffnen Sie den Blick bei Schlupflidern für einen wachen, bezaubernden Augenaufschlag?
Die Kunst, Schlupflider optisch zu öffnen, ist ein Meisterstück der Präzision und Illusion. Hier zeigt sich die Macht der strategischen Platzierung von Licht und Schatten. Es geht nicht darum, das Schlupflid zu verstecken, sondern darum, die sichtbaren Bereiche des Auges zu maximieren und eine neue, höhere Lidfalte optisch zu kreieren. Ein unverzichtbares Werkzeug hierfür ist die Wimpernzange. Wie eine Beauty-Expertin im Douglas Beauty-Guide betont: „Die Wimpernzange ist Ihr wichtigstes Werkzeug. Die Investition in ein hochwertiges Modell, z.B. von Shiseido, ist bei Schlupflidern unerlässlich“. Ein starker Schwung öffnet den Blick sofort, hebt die Wimpern über das hängende Lid und lässt das Auge grösser und wacher erscheinen.
Doch die eigentliche Magie liegt in der Verteilung von mattem und schimmerndem Lidschatten. Schimmer reflektiert Licht und trägt auf; auf dem beweglichen Lid eines Schlupflides würde er dieses also optisch noch mehr hervorheben. Matt hingegen absorbiert Licht und schafft Tiefe. Die richtige Technik ist daher kontraintuitiv zu dem, was viele tun.
Fallstudie: Strategische Matt-Schimmer-Platzierung bei Schlupflidern
Die professionelle Technik zur optischen Anhebung von Schlupflidern basiert auf drei Säulen. Erstens wird ein matter, neutraler Lidschatten nicht nur in der eigentlichen Lidfalte, sondern auch leicht darüber auf dem Knochen aufgetragen. Dies erzeugt die Illusion einer höheren, zurückgesetzten Lidfalte und schiebt das Schlupflid optisch in den Hintergrund. Zweitens wird ein Hauch von hellem, schimmerndem Highlighter ausschliesslich im inneren Augenwinkel platziert. Dieses Lichtpünktchen zieht die Aufmerksamkeit auf sich und lenkt vom hängenden äusseren Lid ab. Drittens wirkt eine gut definierte, leicht nach oben geschwungene Augenbraue als optischer Rahmen und Lift für das gesamte Auge. Diese gezielte Platzierung von Matt (Tiefe) und Schimmer (Akzent) ist der Schlüssel zum Erfolg.
Indem Sie diese präzisen Licht- und Schattentechniken meistern, können Sie die Kontrolle über Ihr Erscheinungsbild übernehmen und die gewünschte Illusion mit wenigen, aber gezielten Handgriffen erschaffen. Beginnen Sie noch heute damit, diese Techniken zu üben, um Ihren Blick neu zu definieren.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Make-up-Fixierung und Puder
Kann ich Kaffeefilter als Blotting Paper verwenden?
Ja, ungefärbte Kaffeefilter aus dem deutschen Supermarkt eignen sich hervorragend als DIY-Alternative zu Blotting Papers.
Wie oft sollte ich nachpudern?
Zu häufiges Nachpudern sollte vermieden werden. Besser erst mit Blotting Paper abtupfen und nur bei Bedarf minimal nachpudern.
Was tun, wenn kein Blotting Paper zur Hand ist?
Die unbedruckte Seite eines Kassenbons oder eine saubere Serviette können als Notlösung dienen.