Veröffentlicht am Mai 17, 2024

Zusammenfassend:

  • Das Absetzen von Concealer ist ein technischer Fehler, kein Produktfehler. Die Lösung liegt in der richtigen Vorbereitung und Anwendungstechnik.
  • Die richtige Farbkorrektur (Color Correcting) neutralisiert Schatten, sodass weniger deckendes Produkt benötigt wird.
  • Hygienische Anwendung mit sauberen Werkzeugen ist entscheidend, um Bakterienübertragung und Hautirritationen zu vermeiden.
  • Die Textur des Concealers und des Puders muss auf den Hauttyp und die spezifische Hautpartie abgestimmt sein, um den „Cakey“-Effekt zu verhindern.

Jeder kennt die Frustration: Man investiert in einen hochwertigen Cream Concealer, um dunkle Augenringe oder eine unerwartete Unreinheit zu kaschieren, nur um wenige Stunden später festzustellen, dass sich das Produkt unschön in den feinen Linien abgesetzt hat. Das Ergebnis ist oft ein „Cakey“-Look, der die Problemzone eher betont als sie zu verbergen. Sofort greift man zu den altbekannten Ratschlägen: „Weniger Produkt verwenden!“, „Die Haut vorher gut eincremen!“ oder „Mit Puder fixieren!“. Doch oft verschlimmert gerade das Fixieren mit dem falschen Puder das Problem nur.

Das hartnäckige Absetzen von Concealer ist selten ein Zeichen für ein schlechtes Produkt. Vielmehr handelt es sich um einen Anwendungsfehler, der auf einem Missverständnis der Produktphysik und der Hautanatomie beruht. Die Interaktion zwischen Haut, Pflege, Concealer-Textur und Puder ist ein präzises System. Wenn eine Komponente nicht stimmt, bricht das ganze Konstrukt zusammen. Es geht nicht nur darum, was man tut, sondern vor allem darum, warum und in welcher Reihenfolge man es tut. Die wahre Lösung liegt nicht darin, die Symptome zu kaschieren, sondern das Problem an seiner physikalischen Wurzel zu packen.

Dieser Guide bricht mit den Oberflächlichkeiten und taucht tief in die Technik ein. Wir werden den Prozess zerlegen – von der strategischen Farbneutralisation über die Wahl der richtigen Textur für spezifische Hautbedürfnisse bis hin zur mikroskopisch feinen Puderfixierung. Sie werden lernen, nicht nur Anweisungen zu befolgen, sondern die Prinzipien dahinter zu verstehen, um Ihre Technik individuell anzupassen und ein makelloses, haltbares Ergebnis zu erzielen, das den ganzen Tag überdauert.

Dieser Artikel führt Sie durch die entscheidenden technischen Aspekte, um das Absetzen von Concealer endgültig zu verhindern. Entdecken Sie im Folgenden die präzisen Methoden, die den Unterschied zwischen einem guten und einem perfekten Make-up ausmachen.

Pfirsich oder Grün: Welche Farbe neutralisiert blaue Adern unter den Augen?

Die Grundlage für einen makellosen Concealer-Auftrag ist nicht die Deckkraft, sondern die Farbtheorie. Bevor Sie überhaupt zu einem hautfarbenen Produkt greifen, müssen die darunterliegenden Verfärbungen neutralisiert werden. Das Prinzip basiert auf Komplementärfarben im Farbkreis: Eine Farbe hebt ihre gegenüberliegende Farbe auf. Bei bläulich-violetten Augenringen, die durch durchscheinende Adern entstehen, ist die Komplementärfarbe ein warmer Ton. Wie Celebrity Make-up Artist Monika Blunder erklärt: „Für bläuliche oder violette Augenringe verwenden Sie einen pfirsich- oder orangefarbenen Farbton. Diese warmen Töne neutralisieren die kühlen Untertöne von bläulichen oder violetten Augenringen.“

Grüner Concealer hingegen ist die Komplementärfarbe zu Rot und eignet sich daher ausschliesslich zum Neutralisieren von Rötungen, wie sie bei Pickeln oder geplatzten Äderchen auftreten. Der entscheidende Vorteil dieser Methode: Durch die Neutralisation benötigen Sie anschliessend deutlich weniger vom eigentlichen, hautfarbenen Concealer. Eine dünnere Produktschicht bedeutet automatisch ein geringeres Risiko, dass sich etwas in den Fältchen absetzt. Die Kunst besteht darin, den Farbkorrektor nur und wirklich nur auf die Verfärbung selbst aufzutragen und nicht auf die umliegende Haut.

Die folgende Tabelle gibt einen detaillierten Überblick, welche Korrekturfarbe für welche Art von Augenringen am besten geeignet ist, basierend auf einer Analyse verschiedener Farbkorrekturprodukte.

Farbkorrektoren-Guide für verschiedene Augenring-Typen
Augenring-Farbe Korrekturfarbe Hauttyp Anwendungstipp
Bläulich-violett Pfirsich/Orange Heller Hauttyp Sparsam nur auf Verfärbung auftragen
Bräunlich Gelb/Beige Mittlerer Hauttyp Mit Ringfinger einklopfen
Grünlich Rosa/Pink Alle Hauttypen Vor Foundation anwenden
Rötlich Grün Empfindliche Haut Punktuell auftragen

Der strategische Einsatz von Farbe ist der erste und wichtigste Schritt, um die Menge des Abdeckprodukts zu minimieren und so die Basis für ein glattes Finish zu schaffen.

Die „Pinpoint“-Methode: Wie decken Sie Pickel ab, ohne sie zu betonen?

Das Abdecken eines Pickels birgt eine grosse Gefahr: Durch eine zu dicke oder zu grossflächige Schicht Concealer wird er oft erst recht zum Blickfang. Die Lösung ist die „Pinpoint Concealing“-Methode. Hierbei geht es darum, mit chirurgischer Präzision zu arbeiten. Anstatt das Produkt grosszügig zu verteilen, wird es mit einem sehr kleinen, feinen Pinsel (z. B. einem Lippenpinsel oder einem speziellen Detail-Pinsel) ausschliesslich auf den Pickel selbst getupft. Die Ränder bleiben dabei frei, um einen natürlichen Übergang zur umgebenden Haut zu gewährleisten.

Wichtig ist hierbei die Wahl des Produkts: Ein ölfreier Concealer ist Pflicht, um die Entzündung nicht zusätzlich zu „füttern“. Die Hygiene ist bei dieser Methode das A und O, um eine Verschleppung von Bakterien zu vermeiden. Das Produkt sollte niemals direkt mit dem Applikator aus der Tube auf den Pickel aufgetragen werden. Stattdessen gibt man eine kleine Menge auf einen desinfizierten Handrücken oder eine Mischpalette. Von dort wird das Produkt mit dem sauberen Pinsel aufgenommen. Experten warnen, dass nach direktem Kontakt mit der Haut der feucht-warme Applikator zur „Petrischale“ im Concealer-Fläschchen wird, was die Bakterienvermehrung begünstigt.

Nach dem präzisen Auftrag wird die Stelle mit einem Hauch von transluzentem Puder fixiert, den man mit der Fingerspitze oder einer Puderquaste sanft auf den abgedeckten Punkt presst. So wird nur der Concealer fixiert, während die umliegende Haut ihren natürlichen Glanz behält.

Ihr Plan für die hygienische Pinpoint-Anwendung

  1. Produkt auf desinfizierten Handrücken geben, niemals direkt aus der Tube.
  2. Mit einem feinen, synthetischen Pinsel eine minimale Menge eines ölfreien Concealers aufnehmen.
  3. Concealer nur auf die Mitte des Pickels tupfen und die Ränder für einen natürlichen Übergang freilassen.
  4. Die Ränder sanft mit der sauberen Fingerspitze zur Haut hin verblenden, ohne das Zentrum zu verwischen.
  5. Mit der Spitze einer Puderquaste oder dem Finger transluzentes Puder ausschliesslich auf den abgedeckten Punkt pressen, um ihn zu fixieren.

Durch diese präzise Vorgehensweise wird die Unreinheit effektiv kaschiert, ohne dass eine verräterische, trockene Produktinsel auf der Haut entsteht.

Topf oder Stick: Welche Textur eignet sich für extrem trockene Augenpartien?

Menschen mit trockener Haut kennen das Problem: Feste Concealer aus dem Topf oder als Stick, die eigentlich für hohe Deckkraft bekannt sind, können die Trockenheit betonen und in feinen Linien „brechen“. Besonders in den deutschen Wintermonaten, wenn die trockene Heizungsluft die Haut zusätzlich strapaziert, wird die Wahl der richtigen Textur zur Herausforderung. Eine Untersuchung zur „Deutschen Winter-Problematik“ zeigt, dass reichhaltige Cremes im Topf trotz ihrer pflegenden Anmutung oft zu starr für die dynamische Augenpartie sind.

Die Lösung liegt in der Produktphysik: Statt nur Fett auf die Haut zu legen, das bei Bewegung bricht, sind flüssige Serum-Concealer die bessere Wahl. Diese modernen Formulierungen enthalten feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure. Dr. med. Christian Merkel empfiehlt solche Produkte, da Hyaluronsäure nicht nur Feuchtigkeit spendet, sondern auch eingesunkene Areale visuell aufpolstern kann. Die leichte, flexible Textur verbindet sich besser mit der Haut und bewegt sich mit ihr, anstatt eine starre Schicht zu bilden.

Makroaufnahme verschiedener Concealer-Texturen auf trockener Haut

Wie die Makroaufnahme zeigt, legen sich dickere Texturen oft auf die Hautstruktur, während flüssige Formulierungen in sie eindringen und für ein glatteres Erscheinungsbild sorgen. Falls Sie dennoch einen zu festen Lieblings-Concealer haben, gibt es einen Experten-Trick: Mischen Sie eine winzige Menge des Concealers auf dem Handrücken mit einem Tropfen Augengel oder Hyaluronserum. Beliebte und günstige Produkte, wie z.B. von Balea, eignen sich hierfür hervorragend. Diese Mischung wird sofort cremiger und hydratisierender.

Für extrem trockene Haut gilt also: Feuchtigkeit und Flexibilität in der Formel sind wichtiger als maximale Deckkraft in einer festen Textur.

Wo platzieren Sie hellen Concealer, um das Gesicht optisch zu straffen?

Die Platzierung von Concealer hat sich in den letzten Jahren radikal verändert. Das grossflächige, helle Dreieck unter dem Auge, das durch Instagram populär wurde, ist veraltet. Es führt oft zu einem unnatürlichen, maskenhaften Aussehen und erhöht das Risiko, dass sich Produkt in Fältchen absetzt, da eine viel zu grosse Fläche bedeckt wird. Die moderne Technik ist subtiler und zielt auf einen optischen Lifting-Effekt ab, anstatt nur aufzuhellen.

Diese Technik konzentriert sich auf zwei strategische Punkte, um das Auge anzuheben und zu öffnen. Sie ist präziser und erfordert deutlich weniger Produkt.

Die moderne Zwei-Punkte-Lifting-Technik

Alcina Kosmetik-Trainerin Frauke Albrecht erklärt die Alternative zum übertriebenen Instagram-Look. Statt eines Dreiecks werden nur zwei Akzente gesetzt: Ein kleiner Punkt im inneren Augenwinkel, direkt neben dem Nasenrücken, um den dunkelsten Schatten aufzuhellen. Der zweite, entscheidende Punkt ist ein kurzer, aufwärts gerichteter Strich, der vom äusseren Augenwinkel in Richtung Schläfe gezogen wird. Dieser „Swipe-up“ ahmt den natürlichen Schattenverlauf eines gelifteten Gesichts nach und zieht das Auge optisch nach oben. Laut einer Anleitung von Alcina-Experten sollte der Winkel dieses Strichs an die Gesichtsform angepasst werden: Bei runden Gesichtern steiler nach oben, bei langen Gesichtern eher horizontal ziehen, um das Gesicht nicht zusätzlich zu verlängern.

Ein weiterer entscheidender technischer Aspekt ist die Wahl der Helligkeit. Ein zu heller Concealer kann bei Blitzlichtfotografie zu einem unschönen „Flashback“ führen, bei dem die aufgehellten Stellen weiss leuchten. Um dies zu vermeiden, empfehlen Experten, dass der Concealer maximal 1-2 Nuancen heller als der eigene Hautton sein sollte. Dies sorgt für eine sanfte Aufhellung, die bei jedem Licht natürlich aussieht.

Durch diese präzise Platzierung wird nicht nur Produkt gespart und Creasing vermieden, sondern auch ein wacherer und jugendlicherer Ausdruck geschaffen.

Das Bakterien-Risiko: Warum Sie den Applikator niemals direkt auf entzündete Pickel geben sollten

Die Anwendung von Concealer ist nicht nur eine kosmetische, sondern auch eine hygienische Prozedur. Einer der grössten Fehler ist die direkte Anwendung des Produkt-Applikators auf eine offene oder entzündete Hautstelle, wie einen Pickel. Jeder Kontakt kontaminiert den Applikator mit Hautfetzen, Talg und vor allem Bakterien, wie P. acnes, das für Akne verantwortlich ist. Wird dieser Applikator zurück in die feuchte, warme Umgebung des Concealer-Röhrchens getaucht, entsteht eine ideale Brutstätte für Keime. Man spricht hier von Kreuzkontamination.

Diese Kontamination hat zwei gravierende Folgen. Erstens wird bei jeder weiteren Anwendung ein Bakteriencocktail auf die Haut aufgetragen, was bestehende Entzündungen verschlimmern und neue Unreinheiten verursachen kann. Zweitens wird die Haltbarkeit des Produkts drastisch verkürzt. Die in der EU-Kosmetikverordnung festgelegten Konservierungsstoffe sind für eine normale Nutzung ausgelegt, nicht für eine massive und wiederholte bakterielle Belastung. Das auf der Verpackung angegebene PAO-Symbol (Period After Opening) verliert unter diesen Umständen seine Gültigkeit.

Professionelle Darstellung hygienischer Concealer-Anwendung mit separaten Werkzeugen

Die professionelle und hygienisch einwandfreie Methode besteht darin, das Produkt immer über einen „Umweg“ aufzutragen. Geben Sie eine kleine Menge Concealer auf eine saubere, desinfizierte Oberfläche wie einen Edelstahlspatel, den Handrücken oder eine kleine Mischpalette. Von dort nehmen Sie das Produkt mit einem sauberen Pinsel, Schwämmchen oder sogar der Fingerspitze auf und tragen es auf die Haut auf. Alle Werkzeuge müssen nach jedem Gebrauch gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Dieses Vorgehen schützt nicht nur Ihre Haut, sondern auch die Integrität und Haltbarkeit Ihres Make-up-Produkts.

Ein sauberer Auftrag ist die Basis für gesunde Haut und verhindert, dass Ihr Concealer zur Ursache neuer Hautprobleme wird.

Warum sieht der Bob an Ihrem Idol gut aus, könnte Sie aber älter wirken lassen?

Sie sehen einen perfekten Bob-Haarschnitt an einer Berühmtheit und zeigen das Foto Ihrem Friseur. Das Ergebnis an Ihnen selbst ist jedoch enttäuschend und lässt Sie vielleicht sogar älter wirken. Der Grund: Der Haarschnitt wurde nicht an Ihre individuelle Gesichtsform, Kieferlinie und Haarstruktur angepasst. Exakt dasselbe Prinzip gilt für Make-up-Techniken, die man auf Social Media sieht. Nur weil eine bestimmte Concealer-Technik an einer Person mit einer bestimmten Augenform fantastisch aussieht, heisst das nicht, dass sie universell funktioniert.

Die Haut unter den Augen ist nicht bei jedem gleich. Manche Menschen haben Schlupflider, andere tiefliegende Augen, wieder andere neigen zu Tränensäcken. Der Schatten kann als scharfe Linie in der Augenhöhle verlaufen oder sich flächig darunter verteilen. Eine Technik, die für tiefliegende Augen ideal ist (z.B. Aufhellung der gesamten Vertiefung), kann bei Tränensäcken katastrophal aussehen, da sie die Schwellung optisch hervorhebt. Wie die Experten der Cosmopolitan Beauty-Redaktion treffend formulieren:

So wie ein Bob von Gesichtsform und Haarstruktur abhängt, muss die Concealer-Technik an die individuelle Augenstruktur angepasst werden.

– Beauty-Expertin, Cosmopolitan Beauty-Redaktion

Der Schlüssel liegt in der Selbstanalyse. Bevor Sie eine Trend-Technik kopieren, treten Sie einen Schritt zurück und betrachten Sie Ihre eigene Anatomie bei Tageslicht. Wo genau liegt der Schatten? Wo beginnen die Fältchen, wenn Sie lächeln? Die Antwort auf diese Fragen bestimmt die richtige Technik für Sie. Für reife Haut gilt beispielsweise oft die Regel: Concealer nur dort auftragen, wo der Schatten ist, und einen Sicherheitsabstand zu den tiefsten Lachfältchen halten.

  • Analysieren Sie Ihre Augenstruktur: Haben Sie Schlupflider, tiefliegende Augen oder Tränensäcke?
  • Identifizieren Sie Ihren Schatten-Typ: Liegt der Schatten in einer tiefen Linie oder ist er flächig?
  • Testen Sie minimal: Beginnen Sie mit einer winzigen Produktmenge bei Tageslicht, um die Wirkung zu beurteilen.
  • Passen Sie die Technik an: Bei reifer Haut oder ausgeprägten Fältchen bleiben Sie mit dem Produkt weg von den tiefsten Linien.
  • Dokumentieren Sie, was funktioniert: Machen Sie ein Foto bei Tageslicht, um zu sehen, welche Platzierung für Ihre individuelle Struktur am vorteilhaftesten ist.

Letztendlich ist die beste Technik nicht die, die gerade im Trend liegt, sondern die, die perfekt zu Ihrer einzigartigen Gesichts- und Augenstruktur passt.

Wie optimieren Sie Ihre Schlafumgebung, um geschwollene Augen am Morgen zu vermeiden?

Die beste Concealer-Technik beginnt bereits in der Nacht davor. Geschwollene Augen am Morgen sind oft das Ergebnis von Flüssigkeitsansammlungen (Ödemen) im Gewebe. Bestimmte Lebensgewohnheiten und Umweltfaktoren können dies begünstigen. Eine Optimierung der Schlafumgebung und der Abendroutine kann das Problem an der Wurzel packen und die Notwendigkeit für stark deckenden Concealer reduzieren. In Deutschland sind zwei Faktoren besonders relevant: saisonale Allergien gegen Pollen von Birke oder Gräsern und eine salzreiche Ernährung, insbesondere das typisch deutsche Abendbrot mit Wurst und Käse, das Wassereinlagerungen fördert.

Ein entscheidender Faktor ist die Schlafposition. Wer flach auf dem Rücken oder auf dem Bauch schläft, erschwert den natürlichen Abfluss der Lymphflüssigkeit aus dem Gesichtsbereich. Eine leicht erhöhte Kopfposition kann hier Wunder wirken. Laut Schlafmedizinern unterstützt ein ergonomisches Nackenkissen den Lymphfluss oft effektiver als zwei übereinandergelegte normale Kissen, da es den Nacken stabilisiert und den Kopf in einer optimalen Position hält.

Zusätzlich zur erhöhten Schlafposition kann eine morgendliche Routine helfen, verbliebene Schwellungen zu reduzieren. Dr. med. Christian Merkel empfiehlt eine sanfte Lymphdrainage: Einen Roller aus Rosenquarz oder Jade, der im Kühlschrank aufbewahrt wird, für eine Minute pro Auge sanft von innen nach aussen über die untere Augenpartie rollen. Die Kälte bewirkt ein Zusammenziehen der Gefässe, während die Rollbewegung den Abtransport von gestauter Flüssigkeit anregt. Gekühlte Augenmasken, beispielsweise von in Deutschland erhältlichen Marken wie Garnier, bieten einen ähnlichen Effekt.

Durch diese einfachen Anpassungen wachen Sie mit einer sichtbar glatteren und weniger geschwollenen Augenpartie auf, die eine perfekte Leinwand für Ihr Make-up darstellt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Technik vor Produkt: Die richtige Anwendungsmethode ist entscheidender als der Preis des Concealers.
  • Weniger ist mehr: Farbkorrektur und präzise Platzierung reduzieren die benötigte Produktmenge und minimieren das Absetzen.
  • Hygiene ist nicht verhandelbar: Saubere Werkzeuge und eine indirekte Anwendung schützen Haut und Produkt vor Kontamination.

Warum setzt sich Puder in Fältchen ab und wie vermeiden Sie den „Cakey“-Effekt?

Das Fixieren des Concealers mit Puder ist ein kritischer Schritt, der oft falsch ausgeführt wird und zum gefürchteten „Cakey“-Effekt führt. Das Problem liegt in der molekularen Interaktion: Trockene Puderpartikel saugen die Öle und die Feuchtigkeit aus dem cremigen Concealer auf. Dadurch verliert der Concealer seine Flexibilität, wird trocken und „bricht“ bei jeder kleinsten Bewegung der Gesichtsmuskulatur. Das Ergebnis ist, dass sich die Mischung aus Puder und trockenem Concealer in den Fältchen sammelt und diese betont.

Die Wahl des richtigen Puders ist dabei essenziell. Nicht jeder Puder ist für die empfindliche Augenpartie geeignet. HD-Puder, die oft aus reiner Silika bestehen, sind extrem feuchtigkeitsabsorbierend und können die Haut stark austrocknen. Zudem bergen sie ein hohes „Flashback“-Risiko bei Blitzlicht. Besser geeignet sind moderne Soft-Focus- oder Blurring-Puder, die lichtstreuende Partikel enthalten. Diese legen sich nicht in die Fältchen, sondern reflektieren das Licht so, dass die Haut optisch geglättet wird, ohne sie auszutrocknen.

Um den Unterschied zwischen den Puderarten zu verdeutlichen, zeigt eine vergleichende Analyse die jeweiligen Eigenschaften und Effekte.

HD-Puder vs. Soft-Focus-Puder für die Augenpartie
Puder-Typ Hauptbestandteil Effekt auf Fältchen Empfehlung
HD-Puder Reine Silika Austrocknend, Flashback-Risiko Vermeiden bei reifer Haut
Soft-Focus/Blurring Lichtstreuende Partikel Weichzeichnend, feuchtigkeitsbewahrend Ideal für Augenpartie
Setting Powder Talk/Stärke-Basis Mittlere Fixierung Für normale Haut geeignet
Finishing Powder Mineralpigmente Leichter Glow-Effekt Für Extra-Strahlung

Eine revolutionäre Technik, um den „Cakey“-Effekt zu vermeiden, ist das Fixieren mit einem leicht feuchten Make-up-Schwämmchen. Anstatt den Puder mit einem Pinsel aufzutragen, wird er mit einer dreieckigen Puderquaste oder einem feuchten Schwämmchen fest auf den noch cremigen Concealer gepresst. Diese „Baking“-ähnliche Methode verschmilzt Puder und Concealer zu einer Einheit, anstatt zwei separate Schichten zu schaffen. Nach kurzer Einwirkzeit wird der Überschuss mit einem sauberen, lockeren Pinsel sanft entfernt. Eine Beauty-Expertin dokumentierte, dass diese Technik das Make-up über 10 Stunden haltbar machte, ohne sich abzusetzen, während die klassische Pinsel-Methode bereits nach 8 Stunden deutliches Creasing zeigte.

Die richtige Fixierung ist der letzte Schritt zur Perfektion. Verstehen Sie, warum Puder sich absetzt, um die richtige Gegenstrategie zu entwickeln.

Indem Sie den richtigen Puder wählen und ihn mit der richtigen Technik anwenden, schaffen Sie ein Finish, das flexibel bleibt und den ganzen Tag über makellos aussieht. Meistern Sie diese letzten Schritte, um Ihre Concealer-Anwendung von gut zu professionell zu heben und das volle Potenzial Ihrer Produkte auszuschöpfen.

Häufig gestellte Fragen zu Cream Concealer gegen Augenringe

Gilt das Kontaminationsrisiko auch für andere Hautprobleme?

Ja, das Risiko besteht auch bei Herpesbläschen an den Lippen oder einer Bindehautentzündung am Auge. Eine Kreuzkontamination muss unbedingt vermieden werden, indem separate Werkzeuge verwendet und niemals der Produkt-Applikator direkt auf die betroffene Stelle aufgetragen wird.

Wie wirkt sich Kontamination auf die Haltbarkeit aus?

Laut EU-Kosmetikverordnung kann eine wiederholte bakterielle Kontamination die Haltbarkeit eines Kosmetikprodukts drastisch verkürzen. Die Konservierungsstoffe können überfordert werden, wodurch das Produkt schneller verdirbt, unabhängig vom aufgedruckten Haltbarkeitssymbol (PAO).

Welche Werkzeuge eignen sich für eine hygienische Anwendung?

Verwenden Sie stets saubere und desinfizierte Werkzeuge. Ideal sind Spatel aus Edelstahl zum Entnehmen des Produkts, synthetische Pinsel für den Auftrag und Einweg-Applikatoren. Wichtig ist, diese nach jedem Gebrauch sofort gründlich zu reinigen oder zu entsorgen, um die Übertragung von Bakterien zu verhindern.

Geschrieben von Miriam Al-Fayed, Professionelle Make-up Artistin für Film und Fernsehen, spezialisiert auf HD-taugliche Looks und Hautvorbereitung. Expertin für Teint-Optimierung, Produktchemie und effiziente Schminkroutinen.